Glaskunst im Chor und Kirchenschiff
Strukturiertes ornamentiertes Antikglas als Bleiverglasung aus dem Jahre 1964
Strenge Geometrie: klare Rechtecke, horizontale und vertikale Linien, kaum Kurven. Die wiederholten schmalen Fensterbahnen wirken sehr architektonisch. Eher elegant und funktional als dekorativ-verschnörkelt.
Diese Art der Verglasung findet man häufiger in Kirchen oder öffentlichen Gebäuden.
Fensterwand im Kirchenschiff
Glasmalerei im Chor der Kirche, Nordwestliche Ausrichtung.
Darstellung: Maria unter dem Kreuz, zu Jesu Füßen Maria Magdalena.
Agnes Mann, 1965
Antikglas/Blei/Schwarzlot
Signatur: ENTWURF: AGNES MANN GERSFELD-RHÖN / AUSFÜHRUNG: WERKSTÄTTEN RICH. SÜSSMUTH GLASKUNST IMMENHAUSEN BEZ. KASSEL 1965
Die nachstehenden Ausführungen zum Fenster im Chor wurde mit KI erstellt, ob diese Deutungen mit den Vorstellungen des Künstlers beim Entwurf des Fensters übereinstimmen, kann nicht belegt werden.
🖼️ Motiv & Ikonografie
Dargestellt ist eine klassische Kreuzigungsszene:
- Zentrales Kreuz mit Christus
- Maria (links, stehend/knieend, blau gekleidet)
- Starke vertikale Achse (Kreuz = Weltachse)
- Figurative Darstellung mit eindeutig lesbarer Heilsgeschichte
🎨 Stilistische Einordnung
✅ Moderne figürliche Glasmalerei der Nachkriegszeit
Typische Merkmale:
- Kombination aus Figuration und Abstraktion
- Starkes Raster aus Bleiruten
- Intensiver Einsatz von:
- Blau (Transzendenz, Maria)
- Rot (Leid, Opfer)
- Weiß (Licht, Erlösung)
- Figuren stark stilisiert, aber eindeutig erkennbar
Der Stil ist:
- nicht historistisch
- nicht radikal abstrakt
- sondern vermittelnd zwischen Tradition und Moderne
🕍 Theologisches Konzept
Dieses Fenster folgt einer klassischen katholischen Bildtheologie:
- Christus am Kreuz als zentrales Heilsereignis
- Maria als:
- Mitleidende
- Ecclesia (Personifikation der Kirche)
- Der abstrakte Hintergrund:
- kosmischer Raum
- Welt im Leid und in der Erlösung
📌 Kurzfazit
Monumentales figürliches Kreuzigungsfenster,
moderne Sakralkunst der Nachkriegszeit,
bewusst traditioneller als der abstrakte Fensterzyklus,
Strukturiertes ornamentiertes Antikglas als Bleiverglasung aus dem Jahre 1964 wie bereits auf der gegenüberliegenden Seite, hier jedoch als Lichtband im Kirchenschiff ausgeführt
Strenge Geometrie: klare Rechtecke, horizontale und vertikale Linien, kaum Kurven. Eher elegant und funktional als dekorativ-verschnörkelt.




