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Bildstock hl. Anna

Eine der ältesten Prozessionsstationen befand sich am zweigeschossigen St.-Anna-Bildstock aus dem Jahr 1735, der heute leicht versetzt vor der St.-Anna-Pfarrkirche steht.

Ursprünglich markierte der Bildstock den Eingang zum Friedhof. Die barocke Figur der „Anna Selbdritt“ wurde im Laufe der Zeit gestohlen. Die heutige Figur schuf der Bildhauer Sauerland aus Warburg; sie wurde der Pfarrgemeinde von der Familie Bartoldus gestiftet.

 

Der auf profilierter Grundplatte ruhende Sockel trägt die Inschrift

IN HONOREM / SANCTAE / ANNAE / ERECTUM / MDCCXXXV ( Zu Ehren der hl. Anna errichtet 1735 )

umrahmt von einem ovalem Kranzmedaillon.

Über einer profilierten Mensaplatte (*1) befindet sich ein schmuckloses Gehäuse mit Rundbogennische, darin ein vom Warburger Bildhauer Franz Sauerland geschaffenes Anna Selbdritt (*2) aus Sandstein; die Gittertür fehlt. Als Abschluss eine vorkragende Deckplatte mit Profil und ein halbzylinderförmiger Aufsatz, den auf der eingesenkten Stirnseite ein IHS-Monogramm (*3) ziert.

Die Prozessionsstation bezeugt die Volksfrömmigkeit im 18. Jh. Drei formal ähnlich gestaltete Sandsteinbildstöcke befinden sich in Germete.

 

 

(*1) Der Begriff Mensa – zu deutsch Tisch – bezeichnet in der christlichen Tradition entweder den vollständigen Altar oder nur die Tischplatte eines Altares

(*2) Anna selbdritt bezeichnet in der christlichen Ikonographie eine Darstellung der heiligen Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind.

(*3) Das IHS-Monogramm ist ein christliches Symbol, das für Jesus Christus steht. Es besteht aus den griechischen Buchstaben Iota (Ι), Eta (Η) und Sigma (Σ), den ersten drei Buchstaben des Namens Jesu in griechischer Sprache (ΙΗΣΟΥΣ). Das Monogramm ist auch als Christogramm bekannt und wird oft als Abkürzung für „Iesus Hominum Salvator“ (Jesus, Retter der Menschen) interpretiert, so die christliche Tradition. 

 

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