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Renaturierter Bereich des Calenberger Baches

Die Renaturierung des Calenberger Baches in Warburg wurde zwischen September und Oktober 2020 umgesetzt. Sie diente als Kompensationsmaßnahme für den Windpark Haarbrück-Wortberg.

Ziel der Maßnahme war die Wiederherstellung eines naturraumtypischen Gewässerzustands. Auf einer Länge von rund 390 Metern wurde der Bachlauf verlegt und verlängert, sowie durch die Gestaltung naturnaher Profile ökologisch aufgewertet. Ergänzend entstand eine Sekundäraue, die bereits bei kleineren Hochwasserereignissen ein kontrolliertes Ausufern ermöglicht.

Die bauliche Umsetzung erfolgte durch die Böwingloh & Helfbernd GmbH. Im Zuge der Umgestaltung wurde besonderer Wert auf eine hohe Strukturvielfalt gelegt: Mäander, unterschiedliche Strömungsbereiche und abwechslungsreiche Uferzonen fördern die eigendynamische Entwicklung des Gewässers.

Dadurch konnte der Lebensraum für Fische, Wasserorganismen und Pflanzen deutlich verbessert werden. Gleichzeitig trägt die Maßnahme zur Stabilisierung des Wasserhaushalts sowie zum Hochwasserschutz in der Region bei.

Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 120.000 Euro.

Kreis Höxter und Geobasis NRW 2025, dl-zero-de/2.0

 

So sah der Bereich nach Abschluss der Baumaßnahme 2020 aus (Bilder mit freundlicher Genehmigung der Böwingloh & Helfbernd GmbH)

 

 

 

Der Calenberger Bach/Holsterbach (DE_NRW_4452_0) entspringt in Hessen, etwa 2 km südöstlich von Wettesingen und fließt zunächst durch den Ort in Richtung Nordwesten auf die Grenze nach Nordrhein-Westfalen zu, wo er mit dem von links kommenden Bach vom Schlüsselgrund zusammenfließt.

Im Unterlauf passiert der Calenberger Bach in nördliche Richtungen verlaufend den namensgebenden Ort Calenberg, um unmittelbar östlich der Kernstadt in die Diemel zu münden.

Der Calenberger Bach hat eine Länge von 5.337 m und auf dieser einen Einzugsgebiet von 713,3 ha (7,133 km²).

Er ist ein Bach des Fließgewässertyp 7 – Dieser zeichnet sich durch eine Gewässersohle mit viel Grobmaterial aus Steinen und Schotter aus (karbonatische Mittelgebirgsbäche)

Kurz hinter Wettesingen ist er leider die meiste Zeit des Jahres trocken gefallen und wird erst wieder in Calenberg durch die „Flyt“ und durch den Überlauf des Feuerlöschteich gespeist.

 

 

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